Dienstag, 16. Februar 2016

Fasten #2

Hahaha.
Gestern sage ich noch, dass ich versuchen möchte, mein Essverhalten wieder zu normalisieren.
Heute habe ich daraufhin erstmal gefastet :'D
Ich denke ich werde eine Zeit lang Intervallfasten ausprobieren, 10in2 heißt das. Das passt gut zu meinem Essverhalten... ich habe das schon mal gemacht und war damals auch ziemlich erfolgreich. Wobei ich an den Esstagen natürlich keine 2000 kcal zu mir nehme. Aber doch mehr als 1200.

Für alle, die das Konzept nicht kennen - man wechselt immer zwischen 12 Stündigen Ess-Perioden und 36 Stunden fasten ab. Also einen Tag essen, von 8 bis 20:00 Uhr zB und dann wieder 36 Stunden nichts.

Für mich praktisch, da es mir ja viel einfacher fällt nichts zu essen statt ein bisschen zu essen. An Esstagen dann selbstverständlich nicht für 2.
Für mich ist die Methode halt ganz gut geeignet. Sicherlich nicht für jeden was. Aber schnelle Erfolge erzielt man dadurch natürlich auch. Der Stoffwechsel wird dadurch auch nicht in Mitleidenschaft gezogen und man verliert tatsächlich mehr Fettmasse als gewöhnlich.

Nun ja, mein erster 0er ist hiermit vorbei und ich bin ehrlich gesagt ganz zuversichtlich, das ganze eine Weile lang erfolgreich durchzuhalten.

Morgen "darf" ich dann wieder. Was auch gut ist, da ich meine letzte große, wirklich schwierige, Klausur für dieses Semester hinter mich bringen darf. Habe richtige Angst (letztes Jahr war die Durchfall-Quote bei 80% ). Nun ja, wird schon schiefgehen. Notfalls den 2. Termin frei halten und nochmal nachschreiben. Wäre auch nicht so tragisch.
Vor der Prüfung esse ich selbstverständlich was - voraus gesetzt ich bekomme was runter.
Und nach der Prüfung - werde ich so schnell es nur geht so betrunken wie nur irgendwie möglich sein.
Falls ich irgendwann Abends / Nachmittags noch nach Hause finde, werde ich mir was kochen, auf das ich richtig Bock habe.
Und übermorgen dann wieder 0er. Soll mir nur recht sein.

Ich habe mir auch endgültige Ziele gesetzt, die erreicht werden MÜSSEN.
Ende Juli geht's für mich auf eine 7 tägige Forschungsexkursion nach Rügen. Ich war noch nie in meinem Leben an nem deutschen Meer und freue mich so richtig. Bis dahin will ich mindestens auf 69, lieber noch 65 runter. Komme was solle. Und das ist absolut machbar. Ich habe mich schon längere Zeit nicht gewogen, aber ich schätze ich bin gerade bei den 85 kg. Maximal. Das sind 15-20 Kilo in ein bisschen weniger als 5 Monaten. Wenn ich 5 Kilo pro Monat einkalkuliere, soll das sowas von zu schaffen sein.
Ich weiß noch nicht wann ich mich das nächste mal "traue" zu wiegen. Aber ich will mir auch Zwischenziele festlegen... Zum Beispiel endlich unter die ekelhaften, verfickten 80 (und im Dezember war es ja fast soweit :( ) zu kommen. Ich werde mich nächsten Dienstag (Montag ist ein 0er) wiegen. Und spätestens am 1. März.
Ich finde es richtig komisch wenn morgens der Gang zur Waage fehlt, aber vielleicht tut mir das echt mal gut. Zum einen hab ich ständig diesen Gedanken im Hinterkopf nicht zu wissen wie viel ich wiege, zum anderen nimmt das echt viel Druck weg. In den Zeiten, in denen ich richtig gut abnehme, habe ich mich auch meistens gar nicht gewogen. In London habe ich mich nach ein paar Monaten mal überwinden können mich zu wiegen und habe voller erstaunen fest gestellt, dass ich 50 kg wiege. Mein Körperbild ist leider so krass verzehrt, dass ich sowas überhaupt nicht merke. Als ich diese 50 kg gewogen habe, hatte ich ehrlich gesagt mit ner Zahl wie 65 oder sogar 70 gerechnet?

Vielleicht habe ich am Dienstag auch so ne positive Überraschung :)

Wünsche euch noch einen wunderschönen Rest Dienstag!

Indie <3




Montag, 15. Februar 2016

Bei mir läuft es momentan das Essen betreffend so unglaublich scheiße, ich habe Angst wieder total ins Binge Eating rein zu rutschen. Auf einen Tag fasten kommen drei mit fressen (da liegt die normale kcal zahl für mich irgendwo zwischen 3000 und 7000). Ich muss das dringend wieder unter Kontrolle bringen, heute war ein guter Anfang dafür. Ich habe mich nicht überfressen, habe auf jeden Fall ein Kcal Defizit, aber eben auch kein großes. Vielleicht muss ich es einfach eine Zeit lang mal "gesünder" angehen, damit ich nicht ständig diesen Heißhunger habe. Es ist so als wäre ich total besessen vom Fressen bzw Hungern. Entweder dreht sich mein ganzer Tag darum wie ich möglichst viel fressen kann oder eben möglichst wenig. Und Abends vergieße ich dann die Tränen wenn ich zur Besinnung komme und merke was ich mir rein gezogen hab. Es ist echt ein Trauerspiel mit mir. Ich muss einfach wieder eine Routine bekommen... ich sollte wieder auf vegane Ernährung umsteigen und vor allem nach 17:00 nichts mehr essen.
Ich will, dass das wieder Routine wird. Und dann kann ich weiter weg kürzen, wo es passt. Aber ich muss es langsam angehen. Ich bin im Moment auch so krass im Prüfungsstress, das macht das ganze absolut nicht besser. 
Mein Essverhalten wirkt sich auch so unglaublich stark auf mein ganzes Leben aus, wenn ich am Fressen bin, bin ich faul, mache nichts, lerne nichts, und liege den ganzen Tag nur Vollgefressen im Bett rum. Verlasse das Haus nur um mir noch mehr zum fressen zu kaufen. Die totale Fress-Depression.
An Tagen, an denen ich faste, bzw ein kcal Defizit habe, also mit meiner Kcal Aufnahme zufrieden bin, stehe ich morgens auf, mache mein Bett, lernen ganz fleißig für mehrere Stunden, gehe zur Uni, putze die Wohnung. Fühle mich so energiegeladen und enthusiastisch, dass endlich alles gut werden könnte. 
Ich weiß auch nicht wieso ich immer wieder in diese total besinnungslosen Fressmuster hinein falle. Es geht mir doch immer scheiße danach? Wieso mache ich es dann immer und immer wieder? Wieso lerne ich daraus nichts? Mich beruhigt essen. Also der Akt an sich, während ich esse. Das tröstet. Wenn ich dann aufgegessen habe, dann fühle ich mich schuldig und schlecht. Deswegen direkt die nächste Mahlzeit. Igitt. Ich bin schrecklich.  
Ich trau mich auch mal wieder nicht auf die Waage. Nächsten Montag mache ich zu meinem nächsten Wiegetag. Bis dahin will ich versuchen diese Woche stabil und "normal" zu essen. Also nicht mehr als 1200 kcal.

Hoffe dass es bei euch allen im Moment besser läuft. Fühlt euch gedrückt <3 

Dienstag, 9. Februar 2016

fasten

Guten Morgen Mäusschen,
ich habe gestern gefastet. Und ich dachte, dass ich mich heute gut fühlen würde... aber das tue ich nicht. Ich fühle mich irgendwie trotzdem total beschissen. Heute sogar noch mehr als sonst. Bin mit schlechten Gedanken / Gefühlen aufgewacht und kann mir nicht vorstellen, dass sich das heute ändern. Ich fühle mich einsamer und Wertloser als in den vorherigen Wochen. Aber vielleicht liegt das ja auch an der Stadt, und am Wetter.
"In Berlin kennt man zwei Jahreszeiten. Sommer und Depression."
Mir ist das Fasten mal wieder sehr leicht gefallen, viel leichter als nur ein wenig zu essen. Es darf aber nicht sein, dass ich abwechselnd einen Tag fresse und den anderen faste... so komme ich nirgendwo hin. Ich habe mich jetzt auch schon längere Zeit nicht gewogen, aber vielleicht ist das ja mal besser so.
Weiß noch nicht genau, wie ich heute plane... wir haben dieses blöde Institutsfrühstück (das heißt kostenloses essen!). Zum anderen... will ich nicht vor den anderen essen. Ich will stark sein. Vielleicht gönne ich mir abends dann nach der Uni eine Mahlzeit... hab auch noch Gemüse was weg müsste. Und mehrere Tage hintereinander fasten, das will ich mir aufheben für die Ferien, da will ich eine Woche Heilfasten. Und möchte davor meinen Stoffwechsel noch aufrecht erhalten. Ich möchte das Wochenende über ja auch fasten. Aber wenn ich es bis nach der Uni durchhalte... muss ich mir ja nichts reinhauen. Dann könnte ich auch einfach danach weiter hungrig sein und hungrig schlafen gehen.
Packe heute auch mal wieder ein kleines Bildchen von mir dazu, es ist wieder an der Zeit.


Juhu!
Ich habe gestern meine erste Klausur hinter mich gebracht, und es ist auch echt gut gelaufen. Das wird zwar keine volle Punktzahl, aber sehr da daran. Danach hat mich so ein Typ, der mir ein bisschen gefällt, gefragt ob wir noch was trinken gehen wollen. Daraufhin praktisch Alk absturz und Pizza. Und dumm aufgeführt habe ich mich ihm gegenüber auch noch. Und dann auch noch besoffen angerufen und mich entschuldigt. Uff.
Naja dann hatte ich heute tatsächlich nen Kater und hab den ganzen Tag nur im Bett gelegen. Will mich nicht wiegen. Faste heute. Ich bin mittlerweile echt wieder in ekelhafte Binge Eating Muster rein gefallen... Ich muss mehr hungern. Weniger sein. Ich werde stattdessen einfach nur noch fetter jeden Tag. Ich hoffe fasten Heute tut sein übriges und rettet mich ein wenig.

Naja außerdem ist mir schrecklich langweilig, ich weiß gar nicht, was ich mit meiner Zeit in den Semesterferien anfangen soll. Ich will nicht mal Semesterferien haben. Ich würde es voll ok finden einfach weiterhin zur Uni zu gehen und einfach weiter zu lernen. Darin bin ich gut. Ich will nicht so viel Zeit ohne eine Beschäftigung haben.
Oh Gott ich fühle mich schon wie ein übereifriger Streber.

Indie.

Sonntag, 7. Februar 2016

Pläne

Hey Leute,
ich bin im Moment echt im Klaustress. Morgen schreibe ich dann die erste und bin schon happy wenn das vorbei ist.
Ich hab mir außerdem nen Ernährungsplan für den gesamten Februar zusammen gestellt.

07.02.2016 - fasten
08.02.2016 - 1 Mahlzeit vor der Klausur (max. 500 kcal)
09.02.2016 - 1 Mahlzeit Abends (max. 700 kcal)
10.02.2016 - 1 Mahlzeit nach der Uni (max.700 kcal)
11.02.2016 - 1 Mahlzeit bevor ich in die Kneipe gehe, (max. 700 kcal)
12.02.2016 - fasten
13.02.2016 - fasten
14.02.2016 - fasten
15.02.2016 -  1 Mahlzeit, abends
16.02.2016 -  1 Mahlzeit, abends
17.02.2016 -  letzte Klausur -> danach MUSS getrunken werden.
18.02.2016 -  fasten
19.02.2016 - low carb, 1 Mahlzeit, abends
20.02.2016 - "cheat day" -> wir haben einweihungsparty !
21.02.2016 - fasten
22.02.2016 - low carb, 1 Mahlzeit abends
23.02.2016 - low carb, 1 Mahlzeit abends
24.02.2016 - low carb, 1 Mahlzeit abends
25.02.2016 - low carb, 1 Mahlzeit abends
26.02.2016 - low carb, 1 Mahlzeit abends
27.02.2016 - refeed Day
28.02.2016 - fasten
29.02.2016 - fasten

Jo und in der ersten Woche im März wollte ich mit meiner Mitbewohnerin zusammen heilfasten. Ja der Plan ist hart, aber das wird schon. Ich muss einfach aufhören morgens was zu essen, das versaut mir den ganzen Tag.
Ich wäre gerne Mitte März unter 75 kg. Ist auch machbar, wenn ich mich an meinen Plan halten würde. Heute faste ich erstmal um einen guten Start zu bekommen. Ich finde fasten witziger Weise auch viel einfacher als "richtig" zu essen.


Dienstag, 2. Februar 2016

500

Kcal heute: 550

Heute hatte ich endlich die offizielle Wohnungsübergabe - obwohl ich hier schon seit 2 Monaten wohne.
Mietvertrag ist unterschrieben und fertig gemacht und abgeschickt, alle Schlüssel gehören jetzt offiziell mir und der ganze Stress ist jetzt endgültig vorbei! Juhu!
Meine Miete hat sich nicht mal erhöht.
In der letzten Woche habe ich gehungert und gefressen, abwechselnd. Kaum gelernt. Bin trotzdem super gut in der Zeit mit dem was ich bisher geschafft habe, am Montag schreibe ich dann meine erste Klausur, Kultur und Sozialgeographie (ich hasse Geisteswissenschaften. So sehr.). Und dann am 17.02 Geomorphologie, vor der Klausur haben alle ne Heidenangst. Ich irgendwie... überhaupt gar nicht. Naturwissenschaften liegen mir, das ist alles viel logischer und weniger wischi waschi gelabber.

Keine Ahnung, ich hab zur Zeit absolut kein Bock was mit meinen Freunden zu machen, eigentlich will ich den ganzen Tag nur Kaffee trinken, lernen und nichts essen. Einfach in Ruhe hungern. Ich habe eindeutig zu viele Sozialkontakte... und so viele Verpflichtungen. Morgen will Kai mit mir ins Kino gehen, ich denke ich sage ihm noch ab.

Außerdem habe ich mir für morgen sogar ein echtes Frühstück vorbereitet - Heidelbeeren mit Chia Samen und Wasser & Milch & ein paar Nüssen. Ich weiß, dass die Chia-Samen einen total hohen Fettgehalt haben, aber das sind wenigstens gesunde Fette und ich kann gerade alles gebrauchen was irgendwie gesund ist, da ich zu den Klausuren auf keinen Fall krank werden möchte.
Zum anderes das übliche Dilemma - ich will gar nicht Frühstücken. Aber wenn dann wenigstens kein Weißmehl. Und nach der Uni will ich auch nur ganz schnell nach Hause rennen und mich alleine in meinem Zimmer verbunkern und mit niemandem reden und mich mit mir selbst beschäftigen. Mich macht das ja auch nicht mal unglücklich, das alleine sein, ganz im Gegenteil. Ich finde es so befreiend mit keinem reden zu müssen und für mich selbst zu sein, ich finde es so ermüdend small-talk und sowas zu machen. Mich andauernd mit Freunden zu treffen (OH GOTT WIESO HABE ICH SO VIELE UND WO KOMMEN DIE HER? UND WIESO INTERESSIEREN SIE SICH FÜR MICH?).
Wahrscheinlich habe ich auch einfach wieder eine Depressive Phase und war in den letzten Monaten total Manisch. Wenn ich teilweise daran denke wie merkwürdig ich drauf war - Igitt so viel Tatendrang und Enthusiasmus. Zum anderen fühle ich mich nicht so wie in einer Depression, wenn ich wirklich eine Depressive Phase habe, kann ich nicht mal mehr das Bett verlassen, ich bin gerade einfach etwas antisozial. Und genieße das. In vollen Zügen.





Dienstag, 26. Januar 2016

200

Kcal gestern : ~ 160 - 200
Gewicht/Abnahme heute : 83.1 / -1.1 kg

Gestern lief gut. Habe das Haus zwar den ganzen Tag über nicht verlassen, aber so richtig viel erledigt bekommen und nur 200 kcal zu mir genommen. Ich hab irgendwie 3 Liter Kaffee getrunken, die ganze Wohnung geputzt, ausgemistet, ein paar Stunden gelernt, Wohnungsstuff geklärt, mein Zimmer aufgeräumt, Wäsche gemacht. Alles halt irgendwie. Mein Ziel war es bis Ende Januar wenigstens wieder 83,x zu wiegen weil das wenigstens heißen würde, dass ich nicht zugenommen habe. Ziel heute erreicht :D. Klar, das wird vor allem Wasser sein, wegen dem ganzen Kaffee. Aber vor 4 Tagen habe ich immerhin noch 4 Kilo mehr gewogen.
So langsam bekomme ich wieder Kontrolle über meine Nahrungsaufnahme und meinen Appetit (und auch über mein Leben). Ich finde es immer wieder schön den Punkt zu erreichen, an dem man kein Verlangen mehr hat. Man muss nicht mehr kämpfen. Man muss höchstens kämpfen um etwas runter zu bekommen. Ich hoffe dass ich diesen Punkt wieder auf dauer erreichen kann.

Zum anderen bin ich mittlerweile eine reflektierte Erwachsene. Ich weiß, dass ich mich damit auf Dauer nur wieder total tief in die Scheiße rein reite. Aber ich kann so nicht weiter leben.
Ich weiß, dass ich mit der Kontrolle über mein Gewicht nur meine eigentlichen Probleme verdränge, weil jetzt das einzige, was mich wirklich interessiert, die Zahl auf der Waage ist. Ich war enttäuscht, dass es mit Kai nicht so gelaufen ist, wie ich es mir vielleicht dachte. Weil er nicht die Person war die ich wollte, brauchte und suchte.
Aber ich war enttäuscht und traurig. Das ist so rasch in den Hintergrund gerückt, nach nur so wenigen Tagen, die ich ohne ihn und wieder mit Kalorien zählen verbracht habe. Eigentlich habe ich ja auch wieder einen anderen flirt am laufen... aber jetzt wo ich mich wieder in meiner eigenen kleinen Hunger Welt so wohl fühle, lasse ich das glaube ich auch besser einfach sein. Das hier ist so viel einfacher. Und die Einsamkeit fühlt sich vertraut, warm und kalt zugleich an.